Dezember 01/2018 (6)

von Friederike Schulze

Gericht verlangt Änderung beim Numerus Clausus fürs Medizinstudium nach oben


Der Numerus clausus im Studienfach Medizin ist mit dem Grundrecht auf freie Ausbildungswahl nur bedingt vereinbar. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht und gab damit der Klage zweier Studienbewerber teilweise recht. Es verlangt nun zahlreiche Änderungen des Zulassungsverfahrens, die Bund und Länder bis zum 31. Dezember 2019 vorlegen müssen. Zuvorderst müsse sichergestellt sein, dass Eignungsgespräche an Universitäten bundesweit in "standardisierter und strukturierter Form" stattfinden, um die Chancengleichheit der Studierenden zu wahren.

In dem Urteil aus Karlsruhe heißt es, grundsätzlich sei die Vergabe nach den besten Abiturnoten, nach Wartezeit und nach einer Auswahl durch die Universitäten mit dem Grundgesetz zu vereinbaren. Allerdings müsse die Zahl der Wartesemester enger begrenzt, die Abiturnote nicht das einzige Kriterium und zugleich über Ländergrenzen hinweg vergleichbar sein.  Zudem dürfe eine Festlegung auf höchstens sechs gewünschte Studienorte nicht dazu führen, dass ein Bewerber, der eigentlich erfolgreich wäre, am Ende leer ausgeht.

Derzeit gibt es im Studienfach Medizin sehr viel mehr Bewerber als Plätze. Gab es vor 13 Jahren etwa doppelt so viele Bewerber wie Studienplätze, so war zum Wintersemester 2017/2018 die Zahl der Bewerber nach Angaben der Stiftung Hochschulzulassung nahezu fünfmal höher als die der Studienplätze. Konkret wollten 43.184 junge Menschen in Deutschland ein Medizinstudium beginnen, es standen aber nur 9.176 Plätze zur Verfügung.

Versicherungsschutz für Studienanfänger nach oben


Mehr als eine halbe Million junger Menschen jährlich beginnen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes derzeit ein Hochschulstudium in Deutschland. Die meisten Studierenden starten dabei jeweils zum Wintersemester. Die Studenten sollten sich auch um ein Update der Versicherungen kümmern. Fast unverzichtbar ist die private Haftpflicht. Schäden am Eigentum anderer sind schnell passiert und können ziemlich teuer werden. Bei einer eventuellen Hausratversicherung sollte auf eine Fahrradklausel geachtet werden. Will man das Fahrrad nicht nur im eigenen Fahrradkeller, sondern auch an der Uni oder dem Bahnhof sicher wissen, braucht man oft eine extra Fahrradklausel. Diese greift dann aber auch überall und - vorausgesetzt es gilt keine Nachtzeitregelung - rund um die Uhr. In den meisten Fällen sind Studierende mit ihrem Hausrat während des Studiums in die Versicherung der Eltern eingeschlossen - auch wenn sie woanders wohnen, aber noch keinen eigenen Hausstand gegründet haben. Sicherheitshalber sollte man diesen Schutz aber überprüfen.

Pflegeberuf wandelt sich nach oben


Wir werden immer älter und damit erhöht sich unweigerlich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Es gibt Studien, nach denen im Jahr 2025 über 190.000 ausgebildete Pflegekräfte fehlen werden. Mittlerweile wurde eine Reform der Pflegeberufe auf den Weg gebracht. Die wichtigste Neuerung ist, dass die Ausbildung kostenfrei wird. Es gibt Studien, nach denen im Jahr 2025 über 190.000 ausgebildete Pflegekräfte fehlen werden. Besonders stark macht sich der Mangel an Pflegekräften in den westdeutschen Bundesländern bemerkbar. Auch inhaltlich tut sich bei der Ausbildung Einiges. So hat der Gesetzgeber kürzlich beschlossen, die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Krankenpflege sowie der Kinderkrankenpflege ab dem Jahr 2019 in ein neues einheitliches Berufsbild zusammenzuführen. Diese Pflegeausbildung hat zum Ziel, Nachwuchskräfte breiter als bisher zu qualifizieren und sie damit auf einen möglichen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vorzubereiten. Nach einer zweijährigen einheitlichen Pflegeausbildung kann die Ausbildung im dritten Jahr entweder einheitlich oder mit einem Schwerpunkt fortgesetzt werden, alternativ können die Auszubildenden im Bereich der Alten- bzw. Kinderkrankenpflege den klassischen Abschluss wählen.

Mangel von Fachlehrern an den Berufsschulen nach oben


Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig – und auch an Berufsfachschulen klemmt es an allen Ecken und Kanten. Neueste Idee: Quereinsteigern aus dem Handwerk den Lehrerberuf schmackhaft machen. „Wer heute ein Studium in den Bereichen Metall oder Elektro absolviert, wird doch sofort von der Wirtschaft abgegriffen, den Lehrerberuf hat da niemand auf dem Schirm. Alle technischen Berufe sind an den Schulen mit Lehrkräften unterversorgt – das gilt übrigens auch im Bereich Sozialpädagogik“, sagt Heike Weber, Schulleiterin der Usinger Saalburgschule.

Außerdem stellt sie fest, das jugendliche von heute viel zielstrebiger sind als noch vor einigen Jahren. Leider sieht sie auch ein Defizit in der Lesekompetenz und plädiert sehr dafür, dass darauf geachtet wird, Zeitungen oder Bücher zu lesen und nicht nur kurze Texte, um dadurch in die Lage versetzt zu werden, auch die Schulbücher zu verstehen. Näheres über die Saalburgschule unter http://www.sbs-usingen.de/index.php?id=6.

Eigene Termine nach oben


14. März 2018, 18 Uhr Mitgliederversammlung, Ort wird noch bekannt gegeben

Bei dieser Mitgliederversammlung stehen Vorstandsneuwahlen an. Wer hat Lust, sich beim Kreisjugendring zu engagieren? Oder kennt Ihr jemanden? Bitte einfach melden – wir freuen uns immer über Unterstützung und neue Ideen.

Weitere Termine nach oben


„Wir haben es satt“-Demo 2018, 19.01. bis 21.01.2018, Berlin. Näheres unter: http://hessen.bundjugend.de/termin/wir-haben-es-satt-demo-2018/

Fachtag Jugendgottesdienste 3. Februar 2018, Darmstadt. Näheres unter www.ev-jugendarbeit-ekhn.de

Termine des Jugendbildungswerks Hochtaunus in Usingen unter https://www.jugendbildungswerk-htk.de/

Termine des evangelischen Jugendwerks für 2018 unter www.ejw.de

Fortbildungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen, Kindergärten, Schulen und der Jugendarbeit des Landessportbund Hessen e.V. unter www.sportjugend-hessen.de

Alle Termine, die wir bisher im Newsletter veröffentlicht haben, könnt Ihr auf unserer Website http://kreisjugendring-hochtaunus.de/news/newsletter nachlesen.

Redaktionsschluss für den kommenden Newsletter ist immer der 20. eines Monats.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Anregungen, was ihr vom Kreisjugendring erwartet. Euch interessiert ein Thema, das wir näher beleuchten sollen, sagt uns einfach Bescheid.

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